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Vorpommern

Die Region Vorpommern ist der heute noch zu Deutschland gehörende Teil der ehemaligen preußischen Provinz Pommern. Das Wort Pommern geht zurück auf das slawische po Morze, was so viel bedeutet wie am Meer. Und das Meer ist auch was Vorpommern am stärksten prägt: die lange Küste, eine einzigartige Boddenlandschaft und mit Rügen und Usedom die beiden größten Inseln Deutschlands.

Die beiden größten an der Küste gelegenen Städte sind Stralsund und Greifswald, einst Gründungsmitglieder des Städtebundes der Hanse. Vom wirtschaftlichen Reichtum dieser und anderer Hansestädte in der Region zeugen ihre Rathäuser, Backsteinkirchen, Stadttore und die prächtigen Bürgerhäuser. Auch die künstlerische Gestaltungskraft der Hansezeit ist an dieser Architektur ablesbar, die bis heute Besucher aus aller Welt beeindruckt.

Das Hinterland dagegen wird geprägt durch große, stille Heidelandschaften, kühle Wälder, Wiesen und Felder. Ihren Lebensunterhalt sicherten die Menschen über Jahrhunderte fast ausschließlich durch die Landwirtschaft, weshalb sowohl Vorpommern als auch Mecklenburg als Kornkammer Deutschlands galten. Auch heute leben noch rund 40% der Bevölkerung dieser von jeher eher dünn besiedelten und gerade deshalb so reizvollen Gegend auf dem Land.

Überdies brachte Vorpommern einige berühmte Persönlichkeiten hervor, zum Beispiel zwei große Maler der Romantik, nämlich Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge; die Schriftsteller Ernst Moritz Arndt und Hans Fallada, oder auch Carl Wilhelm Scheele, den Begründer der organischen Chemie.

Wer mehr über die Region Vorpommern und ihre Bewohner erfahren möchte, dem sei ein Besuch des Pommerschen Landesmuseum in der Hansestadt Greifswald sehr ans Herz gelegt: Hier dokumentiert eine landesgeschichtliche Dauerausstellung die wechselvollen Geschicke Pommerns über 14.000 Jahre hinweg!

 

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